Tierisch gut im Bild

Pferdebesitzer im Reit- und Fahrverein Kriftel haben ihren Liebling per Livecam immer im Blick

Tierisch gut im Bild

Pferdebesitzer im Reit- und Fahrverein Kriftel haben ihren Liebling per Livecam immer im Blick

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Ob tagsüber im Büro, abends vor dem Zubettgehen oder aus dem Urlaub – Pferdebesitzer im hessischen Kriftel können sich jetzt per Smartphone, Tablet oder Computer immer vergewissern, dass es ihrem Tier gut geht. In Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Reit- und Fahrvereins Kriftel installierten einige Einsteller D-Link Netzwerk-Kameras in den Pferdeboxen, die mit dem Internet verbunden wurden. Schnell und sicher können sie nun Livebilder von ihren Tieren über einen passwortgeschützten Account auf dem Internet-Portal mydlink ansehen. Im Alltag intensiviert die Anwendung den Kontakt zum Tier, im Notfall ermöglicht sie schnell zu reagieren. Schon jetzt zeigen weitere Einsteller Interesse an der neuen Technik und auch Pferdebesitzer aus anderen Vereinen werden bei dem Thema hellhörig.
 

Immer auf Trab

Der Reit- und Fahrverein Kriftel blickt auf eine lange Tradition zurück. Schon 1932 wurde der Verein gegründet und zählt heute mehr als 500 Mitglieder. 19 vereinseigene Pferde in allen Größen leben auf dem 15.000 Quadratmeter großen Vereinsgelände, dementsprechend vielfältig gestalten sich auch die Angebote des Vereins: Reit- und Voltigierunterricht für alle Alter- und Leistungsklassen zählen ebenso dazu wie die Hippotherapie und therapeutisches Reiten. Zusätzlich bietet der Verein auch den Besitzern eigener Pferde die Möglichkeit, Pferdeboxen im Innen- oder Außenstall anzumieten. Eine große organisatorische Herausforderung für den ehrenamtlich tätigen Vorstand ebenso wie für die beiden festangestellten Pferdepfleger und die zahlreichen Übungsleiter. Und dennoch bleibt Platz für neue, innovative Ideen: Als besonderes Angebot können Einsteller jetzt jederzeit und von jedem Ort einen Blick in die eigene Box werfen und ihre Tiere live über das Internet beobachten.

Per Funk über den Misthaufen

Als die Anregung von Seiten einiger Vereinsmitglieder vorgetragen wurde, kam es zunächst zu intensiven Diskussionen um Datenschutz und Persönlichkeitsrechte. Vor allem, da eine in Richtung Reitplatz ausgerichtete Kamera installiert werden sollte. Mehrere Argumente überzeugten auch Skeptiker:

  • Die Daten werden nicht zwischengepuffert.
  • Sie sind ausschließlich über einen passwortgeschützten Zugang erreichbar.
  • Die in Richtung Reitplatz ausgerichtete Kamera befindet sich weit genug entfernt, dass keine Details erkannt werden können.

Technisch ließ sich die Lösung mit Produkten von D-Link einfach realisieren: In den Pferdeboxen installierte das Team des Reitvereins cloudfähige Home IP-Videokameras vom Typ DCS-942L, die über einen Outdoor Access Point DAP-3310 drahtlos an den vorhandenen Internetanschluss angebunden wurden. In Tests schaffte der Access Point schon Reichweiten von bis zu zwei Kilometern, beim Reit- und Fahrverein in Kriftel überbrückt er ungefähr 100 Meter und einen Misthaufen. Die Kameras sind mit Infrarot-LEDs ausgestattet, so dass die vier auf vier Meter großen Boxen selbst nachts vollständig ausgeleuchtet werden können. Endlich haben die Besitzer damit auch einmal die Chance, ihre Pferde beim Schlafen zu betrachten. Sie könnten ihnen sogar Gute-Nacht wünschen, wenn sie einen externen Lautsprecher direkt an die Kamera anschließen.

Neben diesen Wohlfühl-Argumenten, leistet der Lautsprecher auch bei der Abschreckung wertvolle Dienste. Schnell und komfortabel kann der Besitzer die Kamera so konfigurieren, dass beispielsweise nachts eine Bewegungserkennung aktiviert wird. Ein passiven Infrarotsensor reagiert auf Temperaturveränderungen und registriert verdächtige Bewegungen. Der Pferdebesitzer erhält – je nach Konfiguration - sofort eine Push-Nachricht auf sein Smartphone oder eine E-Mail.  Er kann umgehend überprüfen, was in der Box passiert und den Eindringling über den Lautsprecher direkt ansprechen. Erfahrungsgemäß genügt dieses Überraschungsmoment schon, um Fremde zu vertreiben.

„Handy raus, App starten und schon sehe ich mein Lieblingspferd - das bringt gute Laune und beruhigt mich zugleich. Ich bin überzeugt, dass viele Pferdebesitzer das prima nachvollziehen können.“

Gabriele Bentscheck, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Kriftel

 

Sicher vom Pferdestall in die Cloud

Generell erfolgt der Zugriff auf die Livebilder über den D-Link Cloud-Server „mydlink“. Hier werden keinerlei Daten zwischengespeichert, sondern lediglich Verbindungen zu den jeweiligen IP-Adressen der Kameras hergestellt. Der Server verbindet sich dazu automatisch in einem Intervall von wenigen Sekunden mit der Kamera und hält damit die Verbindung permanent. Zugriffsrechte auf die Videokamera gewährt der Server ausschließlich dem autorisierten Nutzer nach einer Sicherheitsabfrage. Für die Pferdeliebhaber macht es dabei technisch keinen Unterschied, ob sie die Bilder auf einem Computer oder über eine App auf einem Tablet und Smartphone ansehen möchten, sie können sogar Schnappschüsse ihrer Tiere machen oder kurze Filme aufzeichnen, um sie Freunden oder der Familie zu schicken. Die D-Link Kameras verfügen dazu über einen integrierten Micro-SD-Slot und eine 16 GB Micro SD-Karte, auf der - ohne zusätzliche Hardware anzuschließen - optional über einen Zeitraum von einer Woche Bilder aufgezeichnet werden können.  Insgesamt beeindruckte es das Team des Reitvereins vor allem, wie einfach sie die D-Link-Komponenten installieren und in Betrieb nehmen konnten.
  

Wohlfühlfaktor und Frühwarnsystem

Gabriele Bentscheck, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Kriftel zeigt sich von der Anwendung restlos begeistert: „Ich selbst kann ein von mir betreutes Pferd über eine der Kameras beobachten und finde das unglaublich spannend. Sobald man selbst in der Nähe ist, spürt dies das Pferd und verhält sich anders. Über die Videokamera kann ich den Tagesablauf des Pferdes besser kennenlernen und neue, spannende Details entdecken.“ Die Expertin sieht gerade hierin einen großen Vorteil für die Tierbesitzer. „Einerseits ist es einfach nur beruhigend zu wissen, dass es dem Pferd gut geht. Andererseits können Veränderungen im Verhalten auch Krankheiten ankündigen. Wird dies schneller bemerkt, erspart man dem Tier eventuell Schmerzen.“  Kranke Tiere liegen der Vorsitzenden generell am Herzen. Im Verein gibt es dazu eine spezielle Quarantänebox, die immer für verletzte oder erkrankte Pferde reserviert ist. Hier wünschen sich die Vereinsmitglieder nach den guten Erfahrungen zukünftig ebenfalls eine Videokamera. Bisher konnte diese Box noch nicht angeschlossen werden, da hier zunächst - sicher für die Pferde -Stromkabel verlegt werden müssten. Hier arbeitet das Team noch an einer guten Lösung.

Anwendungen, die sich rechnen

Doch auch ganz pragmatisch können die Kameras genutzt werden: beispielsweise um zu prüfen, ob die Lichter ausgeschaltet wurden. Einmal kurz einloggen und schon spart man sich die Fahrt zum Vereinsgelände. Oder wenn man gerne die Reithalle nutzen möchte. Hier plant der Verein eine weitere Anwendung: Eine in der Halle installierte Kamera könnte genutzt werden, um zu sehen, ob die Halle gerade belegt oder frei ist. Die Chancen und Möglichkeiten für die Reitvereine sind vielfältig und dabei halten sich die Kosten sehr im Rahmen. Die Anschaffungskosten für eine Innenkamera liegen unter 150 €, eine Outdoor-Version mit Lautsprecher wird für 250 € angeboten, die Nutzung des Internet-Portals mydlink ist kostenlos. Dafür kann man das eigene Tier dann auch vom anderen Ende der Welt jederzeit beobachten und sicher sein, dass es gut versorgt wird. Das haben Vereinsmitglieder des Krifteler Vereins während eines Afrikareise schon getestet und sind überzeugt: „Obwohl wir so weit weg waren, hatten wir immer die Sicherheit, dass es unserem Pferd gut geht. Das beruhigt einfach ungemein.“